Rückenschmerzen um die Wirbelsäule bekämpfen

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Unsere Wirbelsäule übernimmt wichtige Funktionen für unseren Körper. Ohne sie würden wir nicht gehen, stehen und sitzen können. Sie besteht aus einer Reihe an verschiedenen Bauelementen, die unseren Bewegungen Flexibilität schenken. Dazu zählen etwa Bandscheiben, Lendenwirbel, Kreuzbein, Brustwirbel oder Halswirbelsäule.

Entdecken Sie hier interessante Fakten zur Anatomie von Brust-, Lenden- und Halswirbelsäule. Erfahren Sie, welche Ursachen Wirbelsäulenschmerzen bedingen können und wie eine effektive Behandlung und Therapie bei Rückenschmerzen aussehen kann.

Die Anatomie der Wirbelsäule

So ist die Wirbelsäule aufgebaut.

31-33 Wirbelkörper, 23 Bandscheiben und zahlreiche Bänder: Die menschliche Wirbelsäule ist komplex aufgebaut und bildet die Achse des Körpers. Sie ist das zentrale Element der Wirbeltiere und verbindet Kopf, Arme, Beine, Rücken, Brustkorb und Becken miteinander und erfüllt so eine wichtige Funktion für die Körperhaltung. Die Wirbel der Wirbelsäule und die Bandscheiben sorgen dafür, dass unser Körper sich flexibel und gut bewegen kann. Erkrankungen der Wirbelsäule, wie beispielsweise eine Skoliose, können unangenehme Begleiterscheinungen verursachen.

Anatomie der Wirbelsäule

Von oben nach unten sieht der Aufbau der Wirbelsäule folgendermaßen aus: Sieben Halswirbel der Halswirbelsäule münden in 12 Brustwirbel der Brustwirbelsäule, die wiederum in fünf Lendenwirbel der Lendenwirbelsäule übergehen. Im Hüft- und Pobereich befindet sich das Kreuzbein mit fünf verschmolzenen Wirbeln sowie das Steißbein mit vier bis fünf verschmolzenen Wirbelkörpern. Zusammengezählt ergibt das ungefähr 34 verschiedene Wirbel – 24 davon sind frei, der Rest eben miteinander verwachsen.

Die Wirbelsäule besitzt von der Seite aus gesehen eine doppelt gekrümmte S-Form. Sie ist im Hals- und Lendenwirbelbereich konkav nach vorne gekrümmt (Lordose). In den anderen Regionen ist sie konvex nach hinten „gebogen“ (Kyphose). Durch die spezielle Krümmung können Stöße und Dämpfer beim Laufen abgefedert werden. Von der Hinteransicht aus gesehen ist die Wirbelsäule lotrecht.

So ist ein Wirbelsegment beschaffen

Jeder Wirbel besitzt denselben Grundaufbau, der aber in einigen Abschnitten der Wirbelsäule variieren kann. Die Halswirbelsäule ist viel beweglicher aufgebaut als die Lendenwirbelsäule, welche viel Gewicht tragen muss. Generell kann gesagt werden, dass die Wirbel nach unten in Richtung Steißbein hin robuster werden.

Wirbelsäulenaufbau

Ein Wirbel besteht aus einer Grund- und Deckplatte, einem Wirbelbogen mit dem sogenannten gelben Band, einem Dornfortsatz, zwei Quer- und vier Gelenkfortsätze. Die Querfortsätze entspringen aus der Vorderseite des Wirbels und die Gelenkfortsätze aus der Hinterseite des Wirbelknochens. Bänder und Muskel setzen an den Quer- und Gelenkfortsätzen der Wirbel an und stabilisieren so die Wirbelsäule, da sie die Wirbel miteinander verbinden. Dies tun übrigens auch die Wirbelgelenke.

Der oberste Halswirbel (Atlas) besitzt keinen Wirbelkörper und bildet so eine Ausnahme. Dieser Wirbel ist mit seinem Nachfolger (Axis) durch ein Gelenk verbunden und trägt den Kopf. Zwischen den Wirbelbögen zweier Wirbel befinden sich Zwischenwirbellöcher, durch jene die Spinalnerven aus dem Rückenmark austreten und in die Arme und Beine ziehen.

Grafik mehrerer Wirbel

Spinalnerven erfüllen wichtige Funktionen.

Spiralnerven bestehen einerseits aus motorischen Fasern, welche Signale aus dem Gehirn an das Rückenmark und die Muskeln weiterleiten, und sensiblen Fasern, die sensorische Einflüsse wahrnehmen und ans Gehirn melden. Dazu zählen unter anderem Kälte und Hitze.

Die Bandscheibe – unser Stoßdämpfer

Zwischen den einzelnen Wirbeln befinden sich Bandscheiben. Diese agieren als Puffer zwischen den Wirbelkörpern und agieren wie ein Stoßdämpfer. Bandscheiben garantieren für flexible und flüssige Bewegungen. Die Bandscheiben selbst bestehen aus einem Faserring und einem Gallertkern.

Mehr zum Aufbau und Erkrankungen der Bandscheiben finden Sie in unserem Fachartikel „Bandscheibenvorfall“. Dort erfahren Sie auch, wie Sie Probleme mit der Bandscheibe effektiv behandeln und einen Bandscheibenvorfall therapieren können.

Darum ist das Rückenmark wichtig.

Im Wirbelkanal, welcher aus Wirbelkörper, Wirbelbogen und Wirbelloch besteht, befindet sich das Rückenmark. Richtung Steißbein und Lendenwirbelsäule wird der Wirbelkanal zunehmend enger, weil das Rückenmark abwärts zunehmend in der Peripherie ausläuft.

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Erkrankungen der Wirbelsäule

Erkrankungen der Wirbelsäule

Mögliche Auslöser von Schmerzen der Wirbelsäule

Rückenschmerzen im Bereich der Wirbelsäule können unterschiedliche Ursachen haben.

Ursachen für Schmerzen an Lenden-, Hals- oder Brustwirbelsäule sind in der Regel degenerative Veränderungen, Erkrankungen und Verschleißerscheinungen, körperliche Verletzungen, Tumore, angeborene Fehlstellungen, Nervenreizungen, Entzündungen und Fehlbelastungen.

Es ist zudem wichtig zu wissen, dass Rückenbeschwerden, insbesondere Schmerzen rund um die Wirbelsäule, sowohl körperlich als auch psychosomatisch ausgelöst werden können.

Ursachen für die Abnutzung der Wirbelkörper

Mit zunehmendem Alter nimmt auch der Verschleiß der Wirbelsäule zu. So wie von Jahr zu Jahr unser Spiegelbild älter erscheint, altern auch unsere inneren Organe und die Wirbelsäule. Erkrankungen, Entzündungen, Verengungen und Verkalkungen tragen dazu bei, dass vermehrt Rückenschmerzen entstehen. Zudem kann es leichter passieren, dass die Wirbelsäule mechanisch irritiert wird und es zu schmerzhaften Nerveneinklemmungen kommt.

Wirbelsäule

Verletzungen und Tumore bedingen Rückenschmerzen.

Verkehrsunfälle und schwere Stürze können unter anderem ein Schleudertrauma oder im schlimmsten Fall Wirbelbrüche verursachen, die zu schweren Rückenschmerzen führen. Doch auch Erkrankungen wie Tumore und Metastasen können enorm schmerzhaft und Ursachen für Schmerzen in der Wirbelsäule sein.

Nervenreizungen und Entzündungen als Schmerzquellen

Bei einem Hexenschuss werden Nerven meist infolge mechanischer Ursachen gereizt. Dies verursacht starke Beschwerden und eine Bewegungseinschränkung. Bakterielle Entzündungen der Wirbelsäule sind zum Glück sehr seltene Erkrankungen, jedoch besteht hierbei die Gefahr, dass der „eitrige Infekt“ auf das Rückenmark übergehen und somit auch das Gehirn schädigen und in letzter Konsequenz auch tödlich verlaufen können.

Fehlhaltungen und Belastungen als mögliche Gründe.

Das Heben schwerer Gegenstände, eine falsche Schlafposition oder eine verkrümmte Schonhaltung ist oftmals schuld daran, dass Rückenschmerzen auftauchen. Falsche Muskelgruppen werden durch die schlechte Körperhaltung überbelastet und verspannt. Die Folge: starke Schmerzen der Lendenwirbelsäule und des gesamten Rückens.

Bandscheibenvorfall als Ursache für Rückenschmerzen

Ein Bandscheibenvorfall ist eine Erkrankung der Wirbelsäule. Die Bandscheiben liegen zwischen den einzelnen Wirbelknochen und ermöglichen ihre Beweglichkeit. Bei einem Bandscheibenvorfall kommt es zu einem Einriss des Faserrings der Bandscheibe, wodurch der Gallertkern austreten kann. Das kann zu einer Nervenreizung führen, die wiederum starke Beschwerden verursachen kann. Fehlbelastung, Überbelastung oder eine falsche Haltung können die Ursachen für einen Bandscheibenvorfall sein. Viele Rückenschmerz-Patienten sind davon betroffen. Wie Sie Probleme mit den Bandscheiben behandeln und vorbeugen können, erfahren Sie in unserem Artikel „Bandscheibenvorfall“. Falls Sie den Verdacht haben, an einem Bandscheibenvorfall zu leiden, klären Sie dies unbedingt mit Ihrem Arzt ab.

Psychische Auslöser können auch schuld sein

Neben körperlichen Ursachen können Stress, Ängste und Depressionen Rückenschmerzen im Bereich der Lenden-, Hals- oder Brustwirbelsäule auslösen. Denn bei vielen der Betroffenen lassen sich keine körperlichen Auslöser für Schmerzen der Wirbelsäule feststellen. Bei diesen Patienten treten Schmerzen der Wirbelsäule stärker auf, wenn sie sich psychisch unwohl fühlen. Nicht umsonst gibt es die Formulierung „Jemand hat schwer an etwas zu tragen“.

Symptome von Wirbelsäulenschmerzen

Symptome von Wirbelsäulenschmerzen

Neben Schmerzen in der Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule können heftiger Schwindel, Kopfschmerzen und taube Gefühle in Händen und Beinen begleitend auftreten. Egal wo die Wirbelsäule oder der Rücken schmerzt, Sie sollten auf alle Fälle eine Behandlung machen und sich von einem Facharzt beraten lassen. Die Ursache der Rückenschmerzen lässt sich nicht ad hoc finden, definieren und diagnostizieren. Oft sind es jedoch Alltagsprobleme: Die Schmerzen treten auf, weil Ihr Nacken oder Ihr Rücken verspannt ist.

Rückenschmerzen, Migräne und Schwindel

Migräne und Schwindel können entstehen, wenn Gelenke in der Halswirbelsäule oder Bandscheibe verschleißen. Kopfschmerzen sind meist die Folge einer muskulären Verspannung im Bereich der Halswirbelsäule oder sogar der Schultern.

Taubheitsgefühle können durch Verengungen bzw. Hindernisse rund um Nervenstrukturen entstehen.

Rückenschmerzen vorbeugen

Schmerzen in der Lendenwirbelsäule

Im untersten Abschnitt der Wirbelsäule, in der Lendenwirbelsäule (oder auch LWS) treten am öftesten Rückenschmerzen auf. Ihre Lendenwirbelsäule trägt nämlich das gesamte Gewicht Ihres Rumpfes. Sie wird, besonders wenn Sie gehen, belastet. Sie kennen diesen besonderen Belastungs-Schmerz bestimmt, wenn Sie einen stehenden Beruf ausüben oder eine lange Wanderung hinter sich haben. Vor allem wenn Sie leidenschaftlich gerne laufen oder im Job viel stehen müssen (zum Beispiel im Verkauf oder in der Gastronomie) ist es wichtig, die Lendenwirbelsäule zu stabilisieren und zu kräftigen.

Rückenschmerzen effektiv vorbeugen

Rückenschonende Sportarten

Die Nummer eins Präventionsmaßnahme gegen Erkrankungen der Wirbelsäule und Wirbelsäulenschmerzen sind Sport und Bewegung. Walken, Radfahren, Schwimmen, Yoga, Qigong und viele weitere Sportarten stärken die Rückenmuskulatur und somit die Körpermitte und bauen Stress ab. In unserem Artikel „Rückenschonende Sportarten“ finden Sie eine gute Übersicht. Ebenso können Wellnesskuren, Massagen und Wärmetherapien entspannen. Sollten sie jedoch an einem Bandscheibenvorfall leiden, sprechen Sie sich vorab mit Ihrem Arzt ab, welche Rückenübungen und Sportarten sinnvoll für Sie sind.

Gesunde Ernährung für die Wirbelsäule

Sie wollen Lendenwirbelsäule und Co fit halten? Dann sollten auf Ihrem Speiseplan Obst, Gemüse, Milch- und Sojaprodukte, Nüsse und Fisch stehen. Die Lebensmittel sollten reich an Vitamin A, B, C und D sein sowie reichlich Magnesium und Kalzium enthalten. Vitamin D etwa ist wichtig für gesunde Knochen und Knorpel. Das tut Ihrer Gesundheit gut und beugt Schmerzen in der Wirbelsäule vor.

Hausmittel gegen Rückenschmerzen

Diese Tipps und Hausmittel können bei Rücken- oder Nackenschmerzen der Wirbelsäule helfen und können einfach und schnell zu Hause angewandt werden. Auch so handeln Sie präventiv, um Schmerzen in der Wirbelsäule zu vermeiden. Um Beschwerden in Lenden-, Hals, und Brustwirbelsäule zu mildern, können Sie folgende Hausmittelchen verwenden.

  • Vollbad für Entspannung und Durchblutungsförderung
  • Ätherische Öle als Badezusatz, etwa Thymian, Kampfer oder Rosmarin
  • Wärmeflasche
  • Körnerkissen aus Dinkel, Hirse oder Kirschkernen (erwärmt)
  • Kältepackungen
  • Heilerde auf betroffener Stelle
  • Saunagänge
  • Heublumen-Sud für Bad
  • Chili-Kompresse
  • Kartoffel-Umschlag (gekocht und erwärmt)
Behandlung und Therapie bei Wirbelsäulenschmerzen

Behandlung und Therapie bei Schmerzen in der Wirbelsäule

Wenn der Rücken schmerzt, wird oft eine Physiotherapie verschrieben. Physiotherapeutische Bewegungsprogramme und Krankengymnastik sind fixe Bestandteile bei der Wirbelsäulentherapie. Spezielle Übungen stärken die Rückenmuskulatur und entspannen verhärtete Muskelgruppen. Meist wird neben den Trainingseinheiten auch eine Schmerztherapie durchgeführt, um die Symptome von Wirbelsäulenschmerzen zu lindern. Dabei werden von einem Arzt schmerzlindernde, entzündungshemmende, muskelentspannende Medikamente verschrieben, die die Beschwerden und Schmerzen rund um die Wirbelsäule mindern sollen. Suchen Sie einen Arzt auf und lassen Sie sich eine genaue Diagnose stellen. Da Rückenschmerzen im Wirbelsäulenbereich vielerlei Gründe haben können, ist eine genaue Anamnese, d.h. die Erhebung der Krankengeschichte von großer Wichtigkeit. Nehmen Sie Rückenschmerzen, wie zum Beispiel einen Bandscheibenvorfall, nicht auf die leichte Schulter!

Der Besuch dieser Seite kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen.

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Dr. Patrick Mader

Dieser Beratungs-Fachartikel wurde mit dem medizinischen Expertenbeirat von Dr. Patrick Mader (Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie am UKH Lorenz Böhler Wien und im Ordinationszentrum Döbling) erstellt.

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