Arthritis

Schmerzhafte Gelenkentzündung

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Wenn eines oder mehrere Ihrer Gelenke von einer Entzündung betroffen sind, spricht man von einer Arthritis. Diese Erkrankung der Gelenke geht mit Gelenkschmerzen, Schwellungen, Rötungen und im schlimmsten Fall mit der Zerstörung betroffener Gelenke einher.
Entdecken Sie hier alles Wissenswerte zu Arthritis: Erfahren Sie, wodurch diese Krankheit entsteht, welche Symptome dafür typisch sind und wie Sie diesen vorbeugen und sie effektiv behandeln können.

Formen von Arthritis

Die verschiedenen Formen
der Arthritis

Diese Tipps und Hausmittel können bei Rückenschmerzen der Wirbelsäule helfen und können einfach und schnell zu Hause angewandt werden:

  • Infektionsbedingte Arthritis, z.B. bakterielle Arthritis
  • Rheumatologische Arthritis, z.B. Psoriasis-Arthritis (Schuppenflechtearthritis)
  • Reaktive Arthritiden (Reiter-Syndrom → nach bakterieller Infektion des Magen-Darm-Trakts oder der ableitenden Harnwege)
  • Kristallarthropathien, z.B. Gicht
  • Sonderformen, z.B. aktivierte Arthrose

Des Weiteren unterscheiden Experten zwischen akuter und chronischer Arthritis.

Bakterielle Arthritis – die Fakten

Diese Erkrankungsform entsteht durch das Eindringen von Bakterien, beispielsweise nach einem Hundebiss.

Arthritis Psoriatica – die Fakten

Die Arthritis Psoriatica wird auch Schuppenflechtenarthritis genannt und ist, wie vorab erwähnt, eine besondere Arthritis Form. Sie bezeichnet Entzündungen der Gelenke und tritt vorwiegend an Händen beziehungsweise Fingern, Füßen oder der Wirbelsäule auf. Begleitet wird sie oft durch eine Schuppenflechte (Psoriasis), die auf Haut und Nägeln zu sehen sind. Experten haben erforscht, dass 5 bis 15 Prozent der Schuppenflechten-Patienten auch eine Arthritis bilden. Insgesamt leiden 0,1 – 0,2 Prozent der gesamten Bevölkerung daran. Diese Arthritis-Form befällt vor allem Finger-und Zehengelenke. Charakteristisch dafür ist die wurstförmige Verdickung der Finger oder auch die Veränderung der Finger- und Zehennägel. Fakt ist, dass der Krankheitsverlauf einer Arthritis Psoriatica von Patient zu Patient unterschiedlich sein kann, teils chronisch, teils episodisch.

Reaktive Arthritis – die Fakten

Die reaktive Arthritis entsteht nach einer Magen-Darm oder Geschlechtsorgans-Infektion. Die Entzündungen betreffen hierbei oft nur wenige Gelenke. Erste Symptome treten bedingt durch bestimmte Bakterien (z. B. Salmonellen) auf. Die reaktive Arthritis verursacht oft Schwellungen und sorgt für Bewegungseinschränkung. Die Behandlung der Erkrankung erfolgt mit entzündungshemmenden Medikamenten. Meist klingt diese Form der Arthritis nach wenigen Wochen wieder ab.

Weitere Arthritis Formen – die Fakten

Eine weitere Form der Arthritis ist die Kristallarthorpathie, eine Gelenkserkrankung, bei der es zu Ablagerungen von Stoffwechselprodukten in der Gelenkhöhle kommt. Die bekannteste Erkrankungs-Form ist die Gicht. Als Sonderform der Arthritis kann die Arthrose beschrieben werden. Alle Fakten dazu finden Sie im folgenden Absatz.

Der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis

Beide Krankheiten zeigen die gleichen Symptome: Sie verursachen Gelenkschmerzen und gehen meist Hand in Hand. Dennoch sind die Auslöser unterschiedlich. So wird Arthrose meist durch den altersbedingten Verschleiß der Gelenke bedingt. Arthritis entsteht hingegen durch Bakterien, Pilze oder aufgrund von grundlegenden Stoffwechsel- und Autoimmunkrankheiten. Bei der Arthrose muss es nicht zwingend zu einer Entzündung der Gelenke kommen. Arthrose tritt oft an den Fingern auf und vor allem Frauen (90 Prozent der Erkrankten sind weiblich) sind davon betroffen. Die Schmerzen der Arthrose treten außerdem häufig in Belastungs- und Bewegungssituationen auf. Die Arthritis ist durch einen Dauerschmerz in Ruhephasen gekennzeichnet.

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Symptome Arthritis

Symptome der Arthritis

Diese Symptome deuten auf die Krankheit hin

Bei Arthritis handelt es sich um eine Entzündung eines oder mehrerer Gelenke. Je nachdem unterscheiden wir zwischen den Bezeichnungen Monoarthritis, Oligoarthritis und Polyarthritis. Begleitet wird diese durch Symptome wie Schwellungen, Rötungen, hitzige Körperstellen, Schmerzen und eine Bewegungseinschränkung betroffener Stellen.

Oft kommt eine Morgensteifheit der Gelenke dazu. Vereinzelt kann auch ein Gelenkerguss auftreten (Ansammlung von Flüssigkeit im Gelenk). Bildet sich Eiter, spricht man von einem Gelenkempyem.

Weitere Symptome sind Müdigkeit, Erschöpfungszustände, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme und erhöhte Temperatur.

Bei der Psoriasis-Arthritis kommt es neben einer Entzündung der Gelenke auch zu einer Hautentzündung. Die Psoriasis ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung. Man erkennt sie durch Symptome, die sich auf der Haut zeigen, wie stark schuppende Hautläsionen. Sie treten vor allem an Knien, Ellenbogen und Kopfhaut auf.

Der unterschiedliche Entzündungsgrad

Vor allem die bakterielle Arthritis weist einen hohen Grad an Entzündung auf. Generell wird je nach Entzündungsgrad zwischen folgenden Formen unterschieden:

  • nur wenige Gelenke sind entzündet → Monoarthritis
  • einige Gelenke sind entzündet → Oligoarthritis
  • viele Gelenke sind entzündet → Polyarthritis

Fehlstellungen der Gelenke

In frühen Stadien der Arthritis ist schwer festzustellen, ob Betroffene an der Krankheit leiden.

Mit zunehmendem Krankheitsverlauf entwickeln sich zusätzliche Symptome wie beispielsweise Fehlstellungen der Gelenke – so kann es beispielsweise zu einer Überstreckung des Daumens kommen oder zu einer fixierten Beugestellung im Fingermittelgelenk.

Auch die Organe können betroffen sein

In seltenen Fällen leiden auch Organe an den Folgen der Arthritis. So kann beispielsweise eine Herzbeutelentzündung oder Entzündungen von Hornhäuten auftreten.

Arthritis-Patienten haben zudem ein erhöhtes Risiko an anderen gesundheitlichen Leiden zu erkranken, etwa Osteoporose oder Lymphome (Erkrankungen bestimmter Abwehrzellen).

Betroffene Bereiche

Welche Ursachen führen zu Arthritis?

Die Medizin rätselt

Bis heute wurde nicht vollständig geklärt, welche Ursachen zu einer entzündlichen Erkrankung der Gelenke, also einer Arthritis, führen. Einerseits spielen wahrscheinlich genetische Faktoren eine wichtige Rolle, doch auch Infektionen und Allergien können Auslöser der Krankheit sein und die schmerzhaften Arthritis Symptome verursachen. Eine weitere potentielle Ursache für Arthritis kann eine Entzündung im Körper sein, die über das Blut in das Gelenk weitergeleitet wird – wie bei einer Borreliose.

Die Rheumatoide Arthritis, auch chronische Polyarthritis genannt, ist eine Autoimmunkrankheit. Es werden vom Körper Abwehrstoffe gebildet, die gesundes Gewebe angreifen. Die Haut innerhalb des Gelenkes entzündet sich, wodurch das Gelenk nach und nach zerfällt. Dadurch werden neue Antikörper gebildet, welche die Entzündung verstärken – ein wahrer Teufelskreis! Die rheumatoide Arthritis tritt normalerweise bei kleinen Gelenken wie den Fingergrund und –mittelgelenken auf. Welche Ursachen für die rheumatoide Polyarthritis verantwortlich sind, ist bisher unbekannt. Vermutet wird eine vererbte Veranlagung in Kombination mit verschiedenen äußeren Faktoren.

Zusammengefasst: Die häufigsten Ursachen für Arthritis

  • Infektionen (z.B. Bakterien, in selteneren Fällen auch Pilze)
  • Autoimmunerkrankungen (z.B. Schuppenflechte oder Morbus Crohn)
  • Stoffwechselerkrankungen (Gicht)
  • Gelenkverschleiß (Arthrose)
Diagnose von Arthritis

Die Diagnose "Arthritis"

Schritt 1: Anamnese

Um herauszufinden, ob Sie an Arthritis leiden, ist der Gang zum Arzt unvermeidbar. Bei der Anamnese wird herausgefunden, ob es sich bei Ihrem Schmerztyp um einen Ruhe- oder Nachtschmerz handelt. Denn im Gegensatz zur Arthrose, die charakteristischerweise einen Anlauf- oder Belastungsschmerz mit sich bringt, hat die Arthritis einen anderen Schmerzcharakter.

Schritt 2: Der körperliche Check

Des Weiteren wird eine körperliche Untersuchung durchgeführt und untersucht, ob die betroffenen Gelenke steif sind. Ebenfalls zu klären sind weitere auslösende Faktoren wie Vorerkrankungen, traumatische Erlebnisse und eine eventuelle Immunschwäche (Diabetes, HIV).

Schritt 3: Bildgebende Verfahren und Blutuntersuchung

Eine Röntgenaufnahme oder spezielle Blutuntersuchung kann ebenfalls Aufschluss darüber geben, ob eine Arthritis vorliegt. Erhöhte Entzündungswerte im Blutbild, etwa der Fund von Leukozyten und des C-reaktiven Proteins, können auf diese Gelenkerkrankung hindeuten.

Wurde die Form der Arthritis erkannt, können Sie unmittelbar mit der Therapie beginnen.

Behandlung von Arthritis

Behandlung und Therapie von Arthritis

Je nach Ursache der Arthritis, ändert sich auch die Therapieform. Wenn etwa eine grundlegende Stoffwechselerkrankung, z. B. Gicht, Schuld an der Arthritis ist, sollten Sie unbedingt eine sofortige Behandlung in die Wege leiten.

Die Gelenkentzündung kann folgendermaßen therapiert werden:

  • durch eine Ruhigstellung bzw. Hochlagerung (akute Arthritis)
  • mittels Kühlung (akute Arthritis)
  • mithilfe von schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten
  • durch Antibiotika bei bakteriellen Infektionen in Verbindung mit einer in diesem Falle unvermeidbaren Operation
  • unter Zuhilfenahme von Rheumamedikamenten (Rheumatoide Arthritis)
  • mit Krankengymnastik, Physiotherapie, Ergotherapie
  • durch Gelenkspülungen
  • mittels gelenkschonendem Sport – etwa Schwimmen oder Radfahren

Eine chronische Arthritis ist leider nicht heilbar, aber der Prozess kann mit der richtigen Therapie enorm verlangsamt werden. Die Entzündungen und die Schmerzen sind gut kontrollier- und eindämmbar. Je früher eine chronische Polyarthritis erkannt und eine geeignete Therapie begonnen wird, desto besser lassen sich Heilungserfolge erzielen. Bei der Psoriasis-Arthritis ist bei der Therapie zudem eine enge Zusammenarbeit zwischen Rheumatologen und Dermatologen wichtig.
Schonende, aber effektive Rücken- und Dehnungsübungen, um Arthritis vorzubeugen oder die Schmerzen durch Bewegung etwas zu lindern, finden Sie auf unserem Hansaplast Youtube Kanal.

Behandlung von Arthritis

Die richtige Ernährung bei Arthritis

Die Bildung der Entzündungsfaktoren, den Eicosanoiden, kann durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung gehemmt werden. Diese Faktoren werden aus der Fettsäure Arachidonsäure gebildet. Wenn Sie die Zufuhr von Arachidonsäure durch die richtige Ernährung minimieren, produziert der Körper kaum noch Eicosanoide. Beschwerden wie Schwellungen, Übererwärmung und damit einhergehende Schmerzen lassen sich durch diese gesunde Ernährung lindern.

Eine vegetarische Ernährung ist dabei ratsam. Vermeiden Sie daher tierische Lebensmittel wie Fleisch, Eier und Milch, da diese Arachidonsäure enthalten. Greifen Sie stattdessen bewusst zu Omega-3-Fettsäuren reicher Kost, wie etwa Lachs, Forelle, Kabeljau oder Hering.

Bestimmte Vitamine und Spurenelemente haben ebenfalls eine entzündungshemmende Wirkung – zum Beispiel Vitamin A, C, E und Selen. Vitamin A findet sich in Karotten oder Marillen, Vitamin C in Brokkoli und Paprika, Vitamin E in Soja- sowie Walnussöl und Selen in Fisch sowie Nüssen. Essen Sie daher täglich eine Portion Obst und Gemüse.

Des Weiteren wurde nachgewiesen, dass Fasten zu einer Linderung der Schmerzen beitragen kann. Kombiniert mit einer hohen Flüssigkeitszufuhr (Wasser, Gemüsesäfte, ungezuckerte Tees), hat der totale Verzicht auf Lebensmittel eine positive Wirkung auf die Symptome der Arthritis.

Bei Übergewicht sollten Sie außerdem anstreben Ihr Gewicht zu reduzieren, um Ihre Gelenke zu entlasten.

Der Besuch dieser Seite kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen.

Übung um Rückenschmerzen vorzubeugen

Weitere Fitness-Übungen für einen starken Rücken finden Sie in der Hansaplast ABC Mediathek.

Dr. Patrick Mader

Dieser Beratungs-Fachartikel wurde mit dem medizinischen Expertenbeirat von Dr. Patrick Mader (Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie am UKH Lorenz Böhler Wien und im Ordinationszentrum Döbling) erstellt.

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